Die ersten gemeinsamen Projekte verweisen auf eine Phase des Übergangs vom dekorativen, floralen Jugendstil hin zu einem nüchternen, sich vorwiegend an orthogonalen Strukturen orientierenden Gestaltungsprinzip. So entwarf Hoffmann die im überantworteten Räume der Weltausstellung in Paris 1900 noch ähnlich dem sich vom Historismus befreienden kurvilinearen Steil der Wiener Sezession.
Die Wandabwicklung der Pariser Weltausstellung begegnet dabei der von Hoffmann geplanten und realisierten Beethoven-Ausstellung in der Secession 1902. Eine detailgetreue Rekonstruktion des Klimt-Raums, der Klimts Beethovenfries beherbergte, und ein maßstabsgetreues Modell der gesamten Ausstellungsfläche veranschaulichen das erste Gesamtkunstwerk Wiens.
Mit Klimts Tod endete die Verbindung dieser beiden Pioniere der österreichischen Moderne, die gemeinsam danach strebten, einen Gleichklang zwischen bildender und angewandter Kunst zu schaffen, und mit ihrer Zusammenarbeit im Bereich des Gesamtkunstwerks neue Maßstäbe in Europa setzten.